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Pressemitteilung - Ryan McLaughlin, "Robinson", 28. August - 27. September 2008 |
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Groeflin Maag Galerie freut sich, die zweite Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Ryan McLaughlin anzukündigen. Unter dem Titel „Robinson“ zeigt der in Berlin lebende McLaughlin eine Serie von neuen Gemälden und erstmals auch Skulpturen. Die Ausstellung bezieht ihre Anregungen von historischen und imaginären Helden der amerikanischen Baseball-Ligen und entwickelt aus der stilisierten Verbindung von Fakt und Fiktion heraus eine vage erzählerische Struktur. Mit humorvoller, selbstironischer Distanz reflektieren die Bilder und Skulpturen das Verhältnis zwischen Sport (in diesem Fall Baseball) als Phänomen und dem entsprechenden bildlichen Vokabular auf der internationalen Bühne als evokative Metapher für die persönliche Geschichte des Künstlers und seine gegenwärtige Situation als junger, im Ausland lebender Maler. Zusammen mit McLaughlins tiefgreifendem Interesse an der Geschichte und der Praxis der Malerei lassen seine Arbeiten so eine faszinierende Spannung entstehen. Dieser Dialog findet auch in den skulpturalen Wandarbeiten einen Widerhall. Sie bestehen aus Baseballschlägern, die aus der Wand ragen und mit abstrahierten Mannschaftstrikots aus Leinen umwickelt sind – eine Geste, die sowohl auf die Ikonographie von Sportkleidung als auch auf die Grundelemente von Malerei anspielt. Erfundene Sujets wie Mannschaftstrikots, Maskottchen, Schnitzarbeiten oder Aale und wenig eindeutige Stillleben bieten den Betrachtern kaum die Möglichkeit, die scheinbar inkongruenten Versatzstücke zu einer Geschichte zusammenzufügen. Stattdessen werden alle diese Motive einem reduzierten Anthropomorphismus unterworfen, der eine eher anekdotische Lesart nahezulegen oder sogar zu unterstützen scheint. Es ist wohl nicht nötig zu erwähnen, dass es auch dann, wenn man McLaughlins Interesse an Sport nicht teilt, keinen Grund gibt, sich von den Themen und Sujets seiner Arbeiten abschrecken zu lassen. Seine visuelle Rhetorik ist durch eine wichtige Verschiebung gekennzeichnet: man sieht keine strahlenden, mit Steroiden vollgepumpten amerikanischen Freizeithelden sondern etwas, das mehr einem flachen Ornament gleicht – beinahe wie schlaff herabhängende Fahnen, die die Sinnlosigkeit des Ganzen verkünden. Als wären sie erstarrt oder würden kurz für ein Foto innehalten sind McLaughlins Figuren vor gleichermassen robusten Hintergründen arrangiert – schön und aufwendig in der Darstellung aber dennoch kraftlos. Die so auf fast schon absurde Weise gesteigerten, formal starken und visuell ansprechenden Kompositionen schwanken zwischen kuriosen Erinnerungsstücken und einer Untersuchung zur Funktion von Zeichen, womit sie irgendwo zwischen Altären für amerikanische Memorabilia aller Art und scharfsinnigen Betrachtungen zur Malerei anzusiedeln sind. Scott C. Weaver Der Künstler und die Galerie bedanken sich bei Louisville Slugger für Ihre grosszügige Unterstützung in der Realisierung dieser Ausstellung. Für weitere Informationen und Pressebilder wenden Sie sich bitte an Claudia Groeflin oder Davia Maag unter Tel. +41 43 243 39 23 oder galerie@groeflinmaag.com. Die Galerie ist, jeweils von Mittwoch bis Freitag 14.00 – 18.00 Uhr, Samstag von 12.00 – 16.00 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Die Groeflin Maag Galerie ist Mitglied von Port de Suisse |